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31.Runde: Sk Sturm Graz - Linzer ASK 25.04.2009

 
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districtsix
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BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 15:58    Titel: 31.Runde: Sk Sturm Graz - Linzer ASK 25.04.2009 Antworten mit Zitat

SK Sturm – LASK
25. 4. 2009
31. Runde
2 : 0

Ungefährdeter Sieg. Die Chance auf die Europa League ist wieder greifbar.


Der LASK zu Gast in Graz. Die Linzer, die ohne einer Großzahl an errungenen Punkten aus dem Beginn der Saison wohl schon längst abgestiegen wären, sind mittlerweile nicht mehr dem kollektiven Krankl-Wahnsinn verfallen. Zu schnell hat sich gezeigt dass eine vermeintliche Galionsfigur auch nur mit dem Spielermaterial arbeiten kann, das ihm zur Verfügung steht. Dieser LASK sollte als Hürde genommen werden um sich der Austria im Kampf um Platz 3 zu nähern, bzw. ihr jenen abzuluchsen. Da man sich gegen Kärnten mit einem unnötigen Remis zufrieden geben musste war heute ein Sieg natürlich Pflicht. Denn bei aller Konzentration auf die Veilchen musste man plötzlich auch auf die sich anpirschenden Rieder Acht geben, die im Freitagspiel die Kommerzler „sensationell“ mit 3:0 zerlegten, wobei die Bullen einmal mehr ihren Charakter zeigten: man ist ja schon fix Meister und kann es daher ruhig entspannter angehen.
Um dieses bedeutsame Spiel vor Ort mitzuerleben waren gute 12000 nach Liebenau gekommen. Ca. 150 waren aus der Kulturhauptstadt Europas angereist. Als Intro zeigten beide Seiten Fahnen und Doppelhalter. Die Stimmung war heute von Anfang an wesentlich besser als in den letzten Heimspielen. Man legte von Ankick weg eine solide gesangliche Leistung hin und vor allem das „wo immer wir auch spielen...“ kam sehr gut rüber. Auf dem Rasen offenbarte sich schnell dass Sturm an diesem Abend den Kontrahenten aus Linz ganz klar die Grenzen aufzeigen würde. Nach wenigen Minuten setzt Hassler mit einem Kopfball das erste Ausrufezeichen. Wenig später kann Keeper Zaglmayer einen Kienzl-Schuss entschärfen. Unser Team klar tonangebend, mit schönen Kombinationen. Der LASK nahezu erschreckend harmlos. Auffällig maximal die schreiende Ideenlosigkeit eines ehemaligen Kreativspielers namens Sallmutter und natürlich die behäbig-kleinen Aktionsradien eines zurückgekehrten Roman Wallner, der, nachdem er in der „großen“ Fußballwelt sein Glück nie fand, es wieder in der heimischen Liga versucht. Leider reicht seine spielerische Kompetenz derweil auch hier nicht mehr um aufzufallen. Zumindest nicht sportlich, aber seinen Auftritt sollte er schon noch bekommen. Ein ganz großer Auftritt gelang alsbald Jantscher, der einen flankenähnlichen Schuss mit viel Gefühl ins lange Kurezeck hob – Marke Traumtor, und gewollt, wie der Kunstschütze dem Schreiber dieser Zeilen Tags darauf stolz mitteilte. Bravo Jaki, weltklasse! Die mehr als verdiente Führung wurde im Stadion entsprechend bejubelt. Die Stimmung wurde nun noch besser und unter ständigem Fahneneinsatz wurde so mancher Kurven-Schlager gen sattes Grün geschmettert. Nur fünf Minuten später erfuhren die Stimmbänder eine weitere Herausforderung: Andi Hölzl besorgte mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Dem Treffer, der durch einen satten Schuss ins lange Eck entstand, waren eine schöne Passstafette sowie etwas Ballglück vorausgegangen. Mit diesem Treffer war die Sache durch, eine angenehme Entspannung war in der Kurve spürbar und man sang fröhlich was das Repertoire zu bieten hat. Die Gäste aus Linz hatten sich ihrem Schicksal nicht nur am Rasen in regelrecht amateurhafter Ängstlichkeit ergeben, auch die Mitgereisten schienen resigniert zu haben. Standen Vikings und Co. zu Beginn noch blockähnlich zusammen, zerstreute sich der Haufen bald und fand sich gegen Ende der ersten Hälfte sitzend wieder! Ein trauriges Bild. Lustig war dafür was anderes: wenn er schon spielerisch nicht auf sich aufmerksam machen kann, nützt Roman Wallner eben andere Methoden um aufzufallen. Beim Abgang in die Kabine bestätigt er einem Sturmfan auf der Tribüne mittels Zeichensprache wie ein Spieler wie er zu bezeichnen ist und sieht dafür in den Stadionkatakomben Rot. Mal was ganz anderes, bravo Roman!
Halbzeit zwei zeichnete sich leider nicht mehr durch dieses leidenschaftliche Offensivspiel unserer Jungs aus. Man agierte nun kontrollierter, lies Ball und Gegner laufen. Die Linzer gaben ihrerseits trotzdem nicht einen einzigen Torschuss auf das Gehäuse unseres gelangweilten Keepers ab. Diese Mannschaft ist eigentlich nicht erstligareif, mit diesem Spielermaterial hat ein Motivationskünstler wie Krankl eben auch seine liebe Not. Sie „afferln“ eben viel zu viel, die „jungen Buam“ ( wie Baur, Mayrleb, Wisio und Co., gell?) Am Rasen geschah nicht mehr viel, auch unsere Mannen hielten sich nobel zurück. Aktiver waren die Linzer Fans, die per Spruchband loswerden wollten dass wir „Kernölbauern“ Acht geben sollten weil Linz „wieder aufgewacht“ sei. Nachdem sich der Mostschädl-Anhang auch noch anderwärtig ertüchtigt hatte, galt die Aufmerksamkeit wieder der eigenen Stimmung die man, entgegen des weiteren Spielverlaufs, auf absolut akzeptablem Level halten konnte. Die Mannschaft wurde noch verabschiedet und dann war auch dieser Kick Geschichte. Drei ganz wichtige Punkte waren eingefahren.
Wie bedeutsam diese sein sollten, wurde durch den Derbysieg der Rapidler gegen die Violetten 24 Stunden später noch einmal unterstrichen. Jetzt stehen wir aufgrund des besseren Torverhältnisses auf dem angepeilten dritten Rang. Allerdings kein Grund sich irgendwie auszuruhen! Altach auswärts heißt die nächste Aufgabe. Ein unangenehmer Gegner der sich momentan im Aufwind befindet (3:0 in Klagenfurt!) und im Abstiegskampf mit allen Mitteln unser Kreativsystem bearbeiten wird. Wer das Schnabelholz selbst noch nicht erleben durfte ist aufgerufen den (vielleicht letzten) Trip gen westlichsten Westen mitzumachen um dort mit lautstarker Unterstützung den Sieg zu ermöglichen, der uns gute Karten auf das direkte Duell gegen die Veilchen am 9.5. schaffen würde.
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