districtsix Administrator

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Verfasst am: 12.08.2009, 20:17 Titel: 4. Runde:Pasching Standort Klagenfurt – SK Sturm Graz 9.8.09 |
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Pasching Standort Klagenfurt – SK Sturm
9. 8. 2009
4. Runde
1 : 3
Klasse bewiesen, Spitzenplatz behauptet. Nach Pausenrückstand dreht unser Verein im zweiten Durchgang das Heimspiel auf fremden Boden und bleibt somit am Platz an der Sonne. Mann des Tages: einmal mehr Jakob Jantscher.
Der letzte Sieg des aktuellen Gegners datiert aus dem März diesen Jahres – die Kärntner Retortencombo bezwang ausgerechnet unseren SK Sturm mit 4:2. Seitdem gab es für die Schinkels-Elf keinen Dreier mehr, auch in der laufenden, noch jungen Saison gab’s keine Punkte in vier Spielen. Ganz anders unsere Jungs: mit einem Spiel weniger an der Tabellenspitze stehend, erneut mit wunderbarem Offensivfußball agierend ging es auf die kurze Reise nach Kärnten. Im Schlepptau natürlich erneut eine beträchtliche Anzahl mitgereister Sturmfans die sich das sogenannte Süd-Derby gegen das Volk von jenseits der Pack bzw. Gut und Böse nicht entgehen lassen wollten.
Der Gästeblock im Klagenfurter Stadion, welches ja angeblich auf 12000 rückgebaut werden soll, war gerammelt voll, schnell war der Zaun mit entsprechendem Behang ausgestattet. Zu Beginn gab es Fahnen und Doppelhalter in der schönsten Farben der Welt. Auf der Längsseite hatten sich auch einige Sturmfans angesiedelt, allerdings hatte es heute den Anschein als ob nicht die wirklich große Zahl vergangener Auftritte beim ungeliebten Nachbarn mit dabei war. Über das Gegenüber muss man erneut kein Wort verlieren. Peinlichkeit in Reinkultur.
In den neuen Auswärtstrikots, den türkisen Krocha-Leiberln, wollte man dafür sorgen dass der Gegner ein solches eben heute nicht hat. Allerdings begann die Partie nicht nach unser aller Geschmack. Nach einem Eckball war es Pusztai der per Kopf für die Führung der Gastgeber sorgte. Gratzei machte dabei keine allzu gute Figur. Der erste Gegentreffer in der laufenden Saison war nun zu verdauen. Grund genug aber auch die Jungs gerade jetzt lauter zu unterstützen. Klarerweise sorgte man für Heimspielatmosphäre, allerdings schienen nicht alle ganz bei der Sache. In den oberen Reihen war zu Beginn nicht so viel los wie im zentraleren Bereich vorne. Trotzdem war man im Block genauso bemüht wie die Jungs am Feld. Denen gelang erst mal aber recht wenig. Jantscher fand eine gute Chance vor, doch unser Liebling, der schöne Schranz, blieb Sieger in diesem Duell. Von Glück konnte man sprechen als auch die Kärntner mit zwei Möglichkeiten scheiterten. Innerhalb einer Minute musste sich Gratzei gegen Sandro und Kaufmann ordentlich ins Zeug legen um den zweiten Verlusttreffer zu vereiteln. Die größte Chance in Durchgang 1 gab es dann aber kurz vor der Pause für unseren Klub. Nach schöner Hereingabe von Beichler machte Muratovic eigentlich alles richtig, doch sein Abschluss am Fünfereck fand nicht den Weg ins Tor – erneut hielt Schranz. Hier hatten einige den Torschrei schon auf den Lippen, leider durfte vorerst aber noch nicht gejubelt werden. Es hieß die Jungs anderwärtig nach vorne zu peitschen. Hier schon wieder zu verlieren, gegen diese identitätslose Truppe? Undenkbar. Mit dem Rückstand ging es in die Kabinen bzw. zum erneut schlecht organisierten Würstelstand.
Und so wie wir uns das im Block vorgestellt hatten, so kamen die Jungs aus den Umkleideräumen. Noch motivierter und vor allem aggressiver in der Vorwärtsbewegung! Fast hätte es gleich ein Eigentor eines Kärntners gegeben, doch der Ball verfehlte knapp sein Ziel. Mit unseren Gesängen im Rücken lief das Werkel jetzt immer besser. Nach Jantscher-Freistoß war es Lamotte der die Kugel per Kopf über die Linie drückt um samt Kollegen vor dem Block zu feiern. Erleichterung die sich in den Jubel-Gebärden der Leute im Sektor nun ausbreitete war die logische Konsequenz. Das „Sturm Graz!“ rollte einem Donnergrollen gleich gen Rasen und dürfte selbst das nahe Simply-Red-Konzert übertönt haben. Jetzt ging ein Ruck durch die Mannschaft, ebenso bei den Mitgereisten wachte so mancher aus einer zeitweisen Lethargie auf. Der Wechelgesang mit der Längsseite klappte jetzt auch gut. Und das auswärts – immer wieder ein Erlebnis. Es spielte jetzt nur noch Sturm. Kärnten kam noch zu einer Gelegenheit, diese war allerdings eine der Marke „Pflichttreffer“. Zum Glück konnte sich der, bis auf die Szene beim 1:0, starke Gratzei erneut auszeichnen. Sturm drückte, langsam lief aber die Zeit davon. In Minute 82 war es dann aber endlich soweit: herrlicher Pass von ( na wem wohl? ) Jantscher auf den Mann mit der eingebauten Torgarantie, Hölzl, und der besorgt die überfällige Führung. Ausflippen war angesagt im Block, der Zaun wurde auf seine Widerstandskraft geprüft und die Fahnen wurden geschwungen wie es sich gehört! Damit aber noch nicht genug. Unser Goldjunge Jantscher war ja bisher „nur“ mit zwei Assists aufgefallen, da darf ein eigener Treffer auf keinen Fall fehlen. Und dieser kam drei Minuten vor Schluss: ein Blick, ein Schuss, ein Strich – Tor des Monats! Das 1:3 als weiteres Highlight des momentan wohl besten Fußballers innerhalb der Republikgrenzen. Dementsprechend wurde abgefeiert und sich bei der Mannschaft nach Schlusspfiff bedankt. Ein ganz wichtiger Sieg in dem das Team unter Beweis stellte, auch einen Rückstand mit der nötigen Aggressivität und vor allem der Kaltschnäuzigkeit in einen wichtigen Auswärtssieg umzuwandeln. Verdient steht man jetzt weiter an der Tabellenspitze. Gratulation an die Mannschaft. So kann man Selbstvertrauen tanken vor dem wichtigen Playoff-Spiel gegen Kharkov, am 20.8. in Liebenau. |
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