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9. Runde: SV Kapfenberg - Sk Sturm Graz 26.9.09

 
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districtsix
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BeitragVerfasst am: 28.09.2009, 13:14    Titel: 9. Runde: SV Kapfenberg - Sk Sturm Graz 26.9.09 Antworten mit Zitat

SV Kapfenberg – SK Sturm
26.9.2009
9. Runde
0 : 1

Arbeitssieg. Auch solche Spiele muss man gewinnen. Sturm holt in der Obersteier drei wichtige, hart erkämpfte Punkte und tankt Selbstvertrauen vor dem Spiel in Istanbul. Wie immer: Heimspiel.


Nach dem Remis, das sich wie eine Pleite anfühlte, gegen den LASK und der Niederlage in Salzburg war es an der Zeit dass sich unsere Jungs mal wieder mit einem Sieg aufbauen. Neben den Liga-Nullnummern war da ja auch noch die EC-Pleite gegen Bukarest und man musste schon einen Knacks im Selbstvertrauen der Spieler befürchten, sollte es auch diesmal in Kapfenberg schief gehen. Dies nämlich in Hinblick auf die Meisterschaft, wo auch der LASK uns immer näher auf den Pelz rückt, und auch ob dem schweren Spiel in Istanbul. Eine erneute Enttäuschung wäre alles andere als förderlich für die Psyche.

Das Steirerderby galt es also zu bestreiten. Die Ausgangsposition war ob der oben genannten Sachlage äußerst gefährlich. Man musste eine motivierte KSV-Truppe erwarten, die zuletzt nur knapp gegen die Grünen verlor, bekannter weise immer ein unangenehmer Gegner ist und zudem in diesem Jahr gegen uns noch ohne Niederlage. Es wurde also Zeit.
Doch nicht nur sportlich hatte die Partie Interessantes aufzubieten. Jedem von uns sind noch die Erinnerungen an den letzten Besuch bei den Falken im Gedächtnis, als es vor, während und vor allem nach dem Spiel zu „unschönen“ Szenen kam, viele Hohlköpfe den Ruf des Sturmanhangs in den Dreck zogen und sich in der Masse für mutig genug hielten auf unterschiedliche Weise zu randalieren.

Aus diesem Grunde sollte sich heute einiges ändern. Zum einen gestaltete sich die Anreise anders organisiert als zuletzt, zum anderen wurde man vor Ort auch anders empfangen. Die Vorkehrungen auf den Ansturm aus Graz waren ziemlich anders situiert als in der Vergangenheit. Um Szenen wie im Mai bei den Eingängen zu verhindern wurde genauer kontrolliert und es sollte das Chaos diesmal so ziemlich unterbunden werden. Der neu gestaltete Gästebereich erfuhr ja ebenfalls ein Relaunch. Überwacht wurde man nun aus einer kleinen Pufferzone heraus, die etwas an ostdeutsche Optik erinnerte, sowie von einem Stahlgerüst welches sich hinter dem Tor befindet. Die Heimischen dürfen sich über eine neu überdachte Tribüne freuen, auf der auch der „Fanblock“ seine Heimat gefunden hat, von dem man aber, und das darf man schon verraten, erneut null wahrgenommen hat.

Bei Anpfiff durften um die 8500 im Fekete-Areal anwesend gewesen sein, natürlich der Großteil dem SK Sturm zuzuordnen. Die Aufteilung der Aktiven im Away-Sektor schien auch klar abgesteckt. Der Großteil jener Leute die in der Kurve nicht zuhause sind, fanden sich im Bereich gen Mittellinie ein, je weiter man gen Tor schaute, umso stärker war die Stimmung wahrzunehmen.
Zu Beginn gab es auf unserer Seite einiges an Fahnenmaterial zu bewundern, die Falken wachelten ihrerseits mit ihren bescheidenen Mitteln.

Auf dem Rasen waren die mitgebrachten Erwartungen sehr schnell bestätigt worden. Es würde hier heute kein besonders ansehnliches Spiel werden. Rasch war zu erkennen dass die „Falken“ rein aufs Zerstören aus waren, unsere Jungs früh störten und jeglichen Aufbau unterbinden wollten indem man hinten dicht gestaffelt stand und dadurch einen ziemlichen Unkick produzierte. So war es auch kein Wunder dass es kaum zu nennenswerten Möglichkeiten für Sturm kam, man einer zerfahrenen Partie beiwohnte. Man diktierte zwar das Geschehen, konnte die Schnelligkeits- und Kreativkarte jedoch nicht ausspielen. Auf den Rängen war die Stimmung um einiges besser.

Vor allem im Block in der Kurve ging immer wieder ordentlich die Post ab, man war in Bewegung und sorgte für in starker Manier für die stimmliche Untermalung eines lauen Kicks. Die beste Gelegenheit fand Hölzl vor, der am Schlussmann scheiterte. Die Heimspielatmosphäre konnte unser Team zunächst aber eben nicht richtig beflügeln und so ging man mit dem torlosen Zwischenstand in die Kabine bzw. an den Würstelstand, der in Kapfenberg bei der Aufwertung des Gästebereichs wohl als Stiefkind angesehen wurde...

Durchgang zwei gestaltete sich zunächst sowohl am Rasen als auch drum herum wie die vorangegangen 45 Minuten. Wie gesagt, zunächst. Hektische Aktionen, viel Kampf am satten Grün, gute Gesänge der Schwarz-Weißen auf den Betonstufen des Fekete-Grounds gestalteten die Begegnung. Hier muss aber auch angemerkt werden dass die Stimmung wie eingangs erwähnt an Intensität abnahm, je weiter man gen Mittelinie blickte bzw. hörte. Dort fielen einige Herrschaften mehr durch äußerst entbehrliche Becherwürfe bei Standards für die KSVler auf.

Dass sich ein Felfernig oder Alar dadurch umso wichtiger nehmen, wird da wohl nicht bedacht. Bei Rapidlern und dergleichen würde man jene rein platonischen *zwinker, zwinker* Bierduschen ja noch verstehen, aber ist es ein Kapfenberger wert ihm so viel Aufmerksamkeit zu schenken? Singen wäre auf alle Fälle sinnvoller gewesen. Naja. Jedenfalls erinnerte man die Akteure dass man gekommen war um Sturm zu sehen, und dass man das Spiel noch gewinnen will. Spielerisch kamen jedoch die Falken nun besser in die Gänge und fanden immer häufiger gute Einschussmöglichkeiten vor.

So musste Gratzei in großartiger Manier gegen Sencar retten, wenig später hatte Alar das Tor auf den Kopf, scheiterte jedoch an sich selbst. Es lag tatsächlich die Führung der Heimischen in der Luft eines nun attraktiveren Steirer-Derbys. Doch dann: mitten im „Samma schwoaz...“ endlich eine spielerisch schön gestaffelte Aktion unsere Offensive. Hassler auf Beichler, und der Goldjunge überhob in Torjägermanier den Keeper um auf 0:1 zu stellen. Überraschend zu diesem Zeitpunkt, so ehrlich muss man sein, denn eigentlich kam man nur mit Schüssen aus der zweiten Reihe vor des Gegners Tor. Auch der zuletzt so agile Lavric hing in der Luft. Jetzt, nach dem Tor, ging im Block aber natürlich ordentlich die Post ab. Der einladende Zaun wurde auf seine Widerstandskraft überprüft und man feierte die Führung in euphorischer Manier. Dass die Lieder nun noch besser rüber kamen muss nicht extra erwähnt werden.

Außerdem schien sich nun wirklich der gesamte Sturmanhang, egal ob auf den Stufen oder den Dixi-Klos am Support lautstark zu beteiligen. Und lange ging’s ja nun auch nicht mehr. Der KSV drückte, konnte jedoch keine Akzente mehr setzen und so durfte man am Ende jubeln, dem Extrem-Choleriker Gregerl und seinem Falken-Geflügel endlich die erste Steirerderby-Pleite 2009 zugefügt zu haben.
Mit diesem wichtigen, hart erkämpften Sieg kann die Truppe Selbstvertrauen vor der Reise in die „Hölle“ von Ali Sami Yen tanken, außerdem wurde Platz 3 in der Tabelle gewahrt. Gratulation Jungs, auch wenn’s spielerisch heute nicht so lief, Geduld zu beweisen ist auch eine Zier der Fußballkunst.
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