districtsix Administrator

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Verfasst am: 30.11.2009, 13:56 Titel: 17.Runde: Linzer ASK - Sk Sturm Graz 28.11.2009 |
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LASK – SK Sturm
28. 11. 2009
17. Runde
2 : 2
Das darf nicht wahr sein. Erneut vergibt unsere Elf einen sicheren Vorsprung, erweckt einen toten LASK zum Leben. Was letztes Jahr etwa gegen die Austria, KSV und Ried geschah, ist diese Saison gegen die Linzer schon das zweite Mal passiert. So hat man oben nix verloren.
Statt sich an diesem ersten Einkaufssamstag dem zeitgeistlich-turbokommerziellen Weihnachtskaufrausch hinzugeben, ging es für knapp 1000 Sturmfans in die Kulturhauptstadt 2009. Nach drei Pleiten in Serie hieß es nun endlich wieder voll zu punkten, um die Tuchfühlung an die Spitze nicht komplett zu verlieren. Die Linzer kämen da gerade recht, boten sie zuletzt doch inferiore Leistungen. Außerdem galt es Revanche zu nehmen, für das peinliche 3:3 in der ersten Begegnung dieser Spielzeit in Liebenau.
Der neu adaptierte Gästeblock der Linzer ist ganz gemütlich. Groß, gute Sicht, viel Platz für den Zaunbehang – passt. Er wurde von den mitgereisten Blackies gut ausgefüllt. Zu Beginn wurden Doppelhalter und Fahnen geschwenkt. Auf Linzer Seite hielt man sich wieder mal so gar nicht an die Regeln der „Schottermitzi“ und zündelte ordentlich drauf los. Zu sehen war dabei eine nette Choreo: das LASK-Wappen stieg mittels Seilen vom Dach empor, am Zaun prangte ein Supporter unter welchem der große Banner „unsere Religion“ gehisst wurde. Untermalt von viel Bengalischen. So dauerte es mit dem Anpfiff auch ein wenig länger als sich das der Schiri gewünscht hätte – Nebelalarm.
Aufgrund dieses Umstandes hätten die Zuschauer auf der Gugl beinahe die Führung für unsere Jungs nicht gesehen. Wir hatten uns noch nicht mal warm gesungen, da hieß es schon abfeiern: Hölzl per schöner Vorlage zum mittigen Jantscher, und der schiebt trocken an UR-Macho vorbei ein. „Auswärtssieg“ wurde intoniert und die Stimmbänder erfuhren die ersten Strapazen an diesem Abend. Besser hätte die Partie nicht beginnen können. Denn nun übernahmen wir hier akustisch erst mal klar die Kontrolle und sangen unsere Lieder in kollektiv guter Qualität. Der Fahneneinsatz passte, außerdem durfte heute der DH der dem roten Untermieter gewidmet ist nicht fehlen.
Armut tut weh (vor allem vor Weihnachten) – Schadenfreude macht Spaß! Am Feld entwickelte sich die Partie nicht sonderlich aufregend. Sturm verwaltete den Vorsprung vorerst clever, die Linzer waren bemüht, aber zunächst glücklos. Mit Fortdauer des Spiels zogen sich unsere Burschen dann aber doch etwas zu weit zurück, überließen dem LASK zu viel Raum. Erst scheiterte Mayrleb knapp, wenig später traf er – allerdings regelwidrig. Abseits. Hier wurden nun auch die Linzer ziemlich laut, sonst waren sicher wir diejenigen zu öfter zu vernehmen waren. Bewegung im Block hat im ersten Durchgang auch super gepasst. Vor der Pause lag uns der Torschrei noch einmal auf den Lippen. Dieser blieb uns jedoch im Halse stecken, als Hölzl aus idealer Schussposition verzog. Habzeit. Sturm in Front.
Halbzeit zwei begann dann tatsächlich so wie die erste geendet hatte. Nach einer Maßflanke von Mura war es Beichler der per Kopf zuschlug und zum 2:0 für uns einnetzte! Begeisterung und enthusiastischer Gesang war die Folge. Auch Freudenfeuer durften jetzt nicht fehlen. Der wichtige Sieg schien sich hier tatsächlich abzuzeichnen und unser Support sich auszuzahlen! Eiskalt hatten unsere Jungs zugeschlagen, die erst dritte gute Möglichkeit zum zweiten Tor genutzt – so stellt man sich einen abgebrühten Auswärtsauftritt vor.
Die Burschen beließen es weiterhin damit, den LASK, der vor unserem zweiten Tor die Latte getroffen hatte, die Initiative übernehmen zu lassen. Statt aber sicher die Führung zu verwalten, schlich sich Schlampigkeit ein. Und diese gipfelte in einem haarsträubenden Fehler von Kandelaki – Mayrleb geht und davon und verwertet eiskalt. Mit einem Schlag hatte man die Partie völlig umsonst wieder spannend gemacht. Die Linzer Anhängerschar bot jetzt einen stärkeren Auftritt, roch genauso wie ihre Mannschaft Lunte.
Immerhin: viele werden an das 3:3 vom September gedacht haben. Sturm konterte nun, Lavric scheiterte an Macho. Das war’s dann aber auch mit der Offensivdarbietung unserer Elf in den zweiten 45 Minuten. Und weil die Strafe für den, zuvor wenigstens noch effektiven, Minimalistenfußball oft auf dem Fuß folgt hat es eigentlich keinen von uns großartig gewundert dass wir tatsächlich wieder den Ausgleich „fraßen“. Ein abgefälschter Freistoß von Wallner (ausgerechnet) war es, der dem LASK den Punkt doch noch sicherte und unsere Jungs mal wieder blöd aus der Wäsche schauen lies. Zu diesem Zeitpunkt war es um die positive, ambitionierte Stimmung im Sektor ebenfalls schon geschehen. Eigentlich ist das nur mehr lächerlich, dass sich unser Team immer wieder selbst um die Früchte der Arbeit bringt.
2:2 – das war’s. Abnormal. Es ist mühsam die alten Floskeln von wegen „zu sicher gefühlt“ oder „nicht konzentriert genug“ zu dreschen, denn Fakt ist dass irgendwas momentan einfach schlichtweg falsch läuft wenn wir eine vermeintlich sichere Führung für uns beanspruchen können. So verlor man in Linz erneut an Boden was die Spitzenplätze betrifft und muss froh sein, dass uns Ried nicht überholen konnte.
Was jetzt ansteht ist der Trip nach Bukarest, wo Dinamo zum Rückspiel bittet. Gehen tut’s leider um die goldene Ananas. Vielleicht können sich die Burschen aber gerade in dieser Lage rehabilitieren und Kraft schöpfen für die endgültig wegweisenden Partien die vor der Winterpause noch stattfinden. Gegen die Bullen und die Austria nämlich, die an den kommenden zwei Wochenenden in Liebenau zu Gast sein werden. |
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