districtsix Administrator

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Verfasst am: 24.02.2010, 13:51 Titel: 21. Runde: Sk Turm Graz - SV Mattersburg 20.02.2010 |
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SK Sturm – SV Mattersburg
20. 02. 2010
21. Runde
4 : 0
Fußball kann so schön sein. Gegen zuerst freche Burgenländer durften wir schließlich einen 4:0-Kantersieg feiern. Die Offensive unserer Blackies ist stark wie nie – der Frühjahrsfluch ist endgültig besiegt!
Nach dem tollen Frühjahrsauftakt, dem Sieg im Cup gegen die Bullen und dem überzeugenden Dreier in Kärnten, stand nun das erste Liga-Heimspiel 2010 an. Zu Gast war der SV Mattersburg, seines Zeichens heuer nicht abstiegsgefährdet und sogar mit etwas Ambition Richtung Mittelfeld. Ein unangenehmer Gegner, man denke nur an die „Spielweise“ der Burgenländer. Trotzdem sollten heute drei wichtige Punkte eingefahren werden, damit man an den Spitzenpositionen dran bleibt. Rapid hatte Tags zuvor erneut Haare gelassen – man riecht vorsichtig Lunte.
Die drei großen Fanclubs hatten sich für den heutigen Tag etwas ganz Spezielles ausgedacht. In Bezugnahme auf das Pyro-Verbot gab es eine kreativ-witzige Choreo zu bewundern. Die Nord wurde in weiße Zettel gehüllt, die Schnee symbolisierten, welcher durch eine Streckenmarkierung, Tore, sowie Transparente und Start-Ziel-Plakate als Schipiste erkennbar wurde. Schließlich startete unter lautem „hopp, hopp, hopp“ und Glockengebimmel Schifahrer Hermann auf seinen wilden Ritt durch die Schikanen, der ihn quer über die Nord führte. Als er im „Ziel“ ankam wurde dies mit Bengalen gefeiert – wie man es eben aus Kitzbühel, Zagreb und vor allem Schladming her kennt. Der Banner „beim Schifahren Fans, beim Fußball Hooligans“ verdeutlichte das Gezeigte schließlich. Eine mehr als gelungene Aktion, große Gratulation an dieser Stelle! Die Botschaft dürfte angekommen sein.
Aus dem Burgenland dürfte etwa ein halber Bus die Reise nach Graz mitgemacht haben.
Am Spielfeld war es allerdings deren Mannschaft die erst mal das Kommando übernahm. Hinten standen die Mattersburger dicht, machten die Räume eng und versuchten es immer wieder über schnelle Konter vor unser Tor zu gelangen. Doleschal war es schließlich, der eine Unachtsamkeit fast ausnutzen konnte, aber am starken Gratzei scheiterte. Wenig später war es wieder Doleschal, abermals aber fand dieser in Gratzei seinen Meister. Unser Keeper, dafür von der Kurve lautstark gefeiert, hatte uns hier zweimal vor einem Rückstand bewahrt. Über einen solchen hätte man sich nicht einmal beschweren dürfen, denn nach vorne ging viel zu wenig. Leider wirkte sich das auch auf die Stimmung aus. Man war zwar bemüht was die Gesänge betrifft, allerdings verhallten selbige immer wieder in mittelprächtiger Lautstärke und man blieb akustisch klar unter dem eigenen Anspruch. Man merkte dass es eines Tores bedurfte, damit hier heute was geht bei den knapp 7000 Leuten in Liebenau. Allerdings blieb es vorerst dabei dass die Burgenländer frech aufspielten, so wie man es von ihnen nicht wirklich gewöhnt ist.
Doch gibt es im Fußball ja auch den Begriff vom „dreckigen Tor“, welches immer dann fällt, wenn eine Mannschaft sich eigentlich schwer tut mit der Entfaltung. Kurz vor der Pause kam dieser Moment. Einen Zupfer am Lavric-Trikot ahndete Schörgenhofer mit einem Elferpfiff. Nun war die Chance da, entgegen des Spielverlaufs, die Partie per Befreiungsschlag in die richtige Richtung zu drehen. Lavric trat selbst an – und verwertete sicher! Eigentlich eine unverdiente Führung, welche man in der Kurve und dem Rest des Stadions nun ausgiebig bejubeln durfte – aber wie oft lief das ganze in dieser Saison auch schon umgekehrt ab! So stand es nun 1:0 für unsere Burschen. Dieser Umstand hatte endlich positive Effekte auf den Support den man nun bis in die Pause auf starken Level halten konnte. Beinahe hätte Lavric vor dem Pausentee sogar noch auf 2:0 erhöht, scheiterte aber an Keeper Borenitsch.
In Halbzeit zwei bot sich nun ein ähnliches Bild wie zuletzt in Kärnten. Nach schwacher erster Hälfte gab Sturm nun Vollgas und konnte die Kreativkarte ausspielen. Getragen von einer weiterhin guten Unterstützung rollten nun die Attacken aufs burgenländer Gehäuse zu. Nach wunderbarer Vorarbeit von Jantscher war es wieder Lavric der die Kugel locker einnetzte und die Kurve zum zweiten Mal ausflippen lies. Herrliches Tor! Nun war die Sache durch und man konnte sich dem Schwenken der schwarz-weißen Fahnen und dem Gesang wesentlich entspannter widmen als zu Beginn. In dieser Tonart ging es weiter, denn wenig später stand es bereits 3:0. Diesmal war es der sehr aktive Kienast der Neo-Bomber Lavric ideal bediente. Drei Treffer ausgerechnet vom Slowenen der im Herbst noch so kritisiert wurde!
Irre, plötzlich scheint ihm der Knopf aufzugehen, da er im dritten Spiel erneut traf und seinen bulligen Körper endlich so einsetzt wie man es sich vorstellt. Dafür wurde er auch verdientermaßen von der Kurve gefeiert, die nun die Gesänge weiterhin in guter Lautstärke gen Rasen intonierte. Dort fanden die Blackies jetzt Chance um Chance vor: erst vergab Hölzl, dann scheiterte Jantscher nur Millimeter, worauf Hölzl eine Hereingabe leicht verzog. Die Gäste fanden nur mehr eine gute Kopfballchance vor, waren sonst nicht mehr vorhanden. Vorhanden war dafür endlich wieder Mario Haas der, unter „der Kapitän ist wieder da“-Gesängen auch beinahe einen Treffer beigesteuert hätte, aber am Keeper scheiterte. Die Stimmung in Liebenau sollte aber trotzdem noch eine Steigerung erfahren, als man doch noch einen weiteren Treffer, nach all diesen Möglichkeiten erleben durfte. Wieder herrliche Jantscher-Vorarbeit auf Kienast und der krönte seine Leistung mit dem 4:0! In der Kurve steigerte man noch einmal die Akustik, beschwor den Lebenssinn in schwarz-weiß und trällerte neues Liedgut welches sehr gut ankam. Eine schöne Klang-Welle entstand, die bis zum Schluss nicht mehr abebben sollte. 4:0, der Endstand. Die Jungs wurden wie immer entsprechend von der Kurve gefeiert. Für diesen wunderschönen Fußball hatten sie sich alles Lob mehr als verdient.
Wahnsinn dass wir nach so vielen Jahren zum ersten Mal keine Sorgen in der Offensive haben müssen. Im Gegenteil: Muratovic, Beichler und Kienzl spielten heute nicht mal. Lavric, Jantscher und Kienast spielen stark auf, Haas ist wieder da – wir wissen nicht wohin mit all der Offensivpower in einem ungewöhnlich ausgeglichenem Kader!
Zu hoffen ist daher dass man dieses hohe Niveau auch auf die Gugl mitnehmen kann, wo am Samstag der LASK wartet. Dass die schwarz-weißen Anhänger in Scharen gen OÖ pilgern werden darf angenommen werden – alle nach Linz, die Mannschaft hat es sich verdient! |
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