districtsix Administrator

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Verfasst am: 01.03.2010, 12:30 Titel: 22. Runde: LASK - Sk Sturm Graz 27. 02. 2010 |
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LASK – SK Sturm
27. 2. 2010
22. Runde
1 : 2
Bester Frühjahrsstart seit 14 Jahren! Eine wie immer stattliche Anzahl an Schwarz-Weißen durfte in Linz einen wichtigen Auswärtssieg bejubeln. Wir schleichen uns langsam wieder an die Spitzenplätze.
Endlich. Die ersten warmen Sonnenstrahlen kitzelten die Nasenspitze von so manchem, der sich an diesem letzten Winternachmittag dazu entschloss seinen geliebten Sportklub Sturm nach Oberösterreich zu begleiten. Bei angenehmen Temperaturen um die 14° machten sich eine stattliche Anzahl an Bussen und PKWs auf die zweitweiteste AW-Strecke der Bundesliga, wo einen am Abend der LASK erwartete.
Nach Siegen gegen Kärnten und Mattersburg galt es die Serie fortzusetzen und sich bei den Linzern für die weggenommenen Punkte aus dem Herbst – jeder wird noch mit Schaudern an das 3:3 zurückdenken, bzw. den verschenkten Sieg auf der Gugl – zu revanchieren. Allerdings wusste man aus sportlicher Sicht um den Aufwärtstrend der Linzer, die ja gegen Rapid siegten und auch gegen die Bullen gute Figur machten. Trainereffekt, eh klar. Jetzt ist nix mehr mit saufen und randalieren wie im Trainingslager! Gegen diese motivierte Truppe galt es heute also zu bestehen, den Anschluss an die Spitzengruppe zu wahren.
In Linz angekommen wurde der Auswärtssektorzaun rasch in einen schönen schwarz-weißen Fleckerlteppich gehüllt, inklusive dem Pro-Pyro-Banner natürlich. Der Block war sehr stark gefüllt, vielleicht waren sogar so viele Blackies dabei wie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr in der Stahlstadt an der Donau. Die Linzer Kurve war ebenso voll und zeigte zu Beginn eine nette Choreo aus schwarz-weißen und rot-gelben Karofahnen. Schließlich gab es auch noch etwas Rauch.
Die „Boys Lentia“ zeigten später ihrerseits wieder was eigenes, ebenfalls mit Plastikfahnen und einem Pro-Pyro-Banner samt Bengalen, wobei hier schon mehr Glanz zustande kam. Sehr schön zu sehen, dass das gemeinsame Anliegen kurvenübergreifend so gut funktioniert. Bei uns wurde das obligate Stoffmaterial ausgelüftet, wobei wieder so manch neues Teil zu sehen war. Gesanglich legte man gut los, die Supportwilligen waren sowieso voll dabei, einige „Normalos“ ließen sich zunächst auch anstecken.
Am Feld tat sich sehr wenig. Die Gastgeber vielleicht etwas ambitionierter, aber erst mal ungefährlich. Nur Aufhauser hatte mit einer gefährlichen Aktion für kurzes Zittern gesorgt. Sturm konnte mit Standards die ersten Duftnoten setzen und eine solche sollte uns auch bald zum Jubeln veranlassen. Freistoß Jaki – und wer ist per Kopf zur Stelle? Der unglaubliche Klemen! Lavric hatte wieder zugeschlagen und die Kugel ins lange Eck verlängert. Vor dem Block lies sich der Slowene zurecht feiern. Die Stimmung war bei uns nun naturgemäß noch besser geworden. Durchgängig wurde gesungen, fast bis an die Ränder des Blocks waren alle dabei. Allerdings sollte der Jubel nicht allzu lange dauern. Denn auf der Gegenseite war es ebenfalls ein Freistoß der den Gastgebern den Ausgleich bescherte. Skuletic nickte nach 22 Minuten ein. Die Linzer waren jetzt erstmals sehr gut zu vernehmen. Da hieß es nun dagegenzuhalten, was auch entsprechend praktiziert wurde. Die Leute waren wirklich sehr motiviert, der Einsatz der Textilien war passend. In Folge geschah am grünen Geläuf auf beiden Seiten weiterhin sehr wenig. Ein äußerst magerer Kick, wobei sich beide Teams mit Mittelfeldgeplänkel aufhielten. Unsere Jungs hatten kurz vor der Pause trotzdem noch einen Sitzer. Nach starkem Weber-Knaller verpasst Beichler den Nachschuss. Mit Remis ging es in die Kabinen.
Stimmlich zeigte man auch im zweiten Durchgang großes Engagement, wobei das „gemma, gemma, gemma“ sich langsam zum Schlager entwickeln dürfte. Klatscheinlagen stimmten größtenteils ebenso, nur waren jetzt nicht mehr wirklich alle so engagiert wie noch zu Beginn. Vor allem im oberen Bereich schien etwas weniger zu gehen.
Die Linzer kamen aktiver aus den Umkleiden. Der Wallner-Ersatz Skuletic beschäftigte unsere Hintermannschaft ordentlich. Nach nicht ganz einer Stunde schlug es dann aber an der richtigen Stelle zum zweiten Mal ein. Schöne Einzelaktion von Weber, der heute wirklich glänzte, und der Kärntner schließt sicher per Flachschuss ins lange Eck ab. Erneut galt es die Stabilität der Sektor-Umrahmung auf ihre Widerstandsfähigkeit zu testen und ordentlich abzufeiern! Jetzt ging wieder mehr, was den Support betrifft und die Arien auf unsere schwarz-weißen Helden wurden voll Inbrunst gen Linzer Abendhimmel geträllert, stets optisch unterstützt von stofflichem Material unterschiedlicher Größen. Auf dem Spielfeld tat sich nun so gut wie gar nix mehr. Der Linzer Support war inzwischen auch sehr dürftig, man beschränkte sich eher aufs Protestieren gegen die eigene Vereinsführung um den windigen Reichel-Klan.
Ihre Mannschaft gab aber auch keinen Anlass mehr dass ihnen großartig wer Aufmerksamkeit schenkte. Sturm kontrollierte die Partie, spielte sicher von hinten heraus. Dass man dabei aber auch in der eigenen Offensive nur mehr zaghaft agierte, Haas und Kienast setzten heute keine Akzente, war durchaus zu verkraften. Wichtig war nur eines: die drei Punkte blieben bei uns! Auswärtssieg Nummer 2, Sieg Nummer 4 im Jahr 2010. Gemeinsam mit der Mannschaft wurde dieser schöne Umstand ausgiebig gefeiert und gemeinsam besungen. Die stimmliche Leistung hat heute sicher genauso gepasst wie jene der Mannschaft: abgeklärt und routiniert.
Beim Verlassen der „Google“ (haha...) wollten sich noch einpaar Linzer wichtig machen, wobei aber nichts nennenswertes mehr geschehen sollte und man sich entspannt auf die Heimreise in die schönste Stadt auf Erden machte.
Mit diesem Sieg dürfen wir uns über den besten Frühjahrsstart seit 1996 freuen. Am Ende der Spielzeit stand damals der Cupsieg. Ein gutes Omen? Nächster Gegner: Ried. Die haben ja auch noch was gut bei uns. Dank der Umfaller von Austria und Rapid konnte die Mannschaft Punkte gut machen und sollte die Innviertler daher auch punktelos gen Heimat schicken können. |
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