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24. Runde: Wiener Neustadt - Sk Sturm Graz 13.3.2010

 
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districtsix
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BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 13:19    Titel: 24. Runde: Wiener Neustadt - Sk Sturm Graz 13.3.2010 Antworten mit Zitat

Wiener Neustadt – SK Sturm
24. Runde
13. 3. 2010
0 : 0

Unkick. Beim Aufsteiger setzte es den ersten Punkteverlust in diesem Spieljahr. Trotz Heimspielatmosphäre konnten sich unsere Jungs kaum entfalten.

Nach den starken Darbietungen der letzten Wochen galt es an diesem kühlen Märzabend die Siegesserie in Wiener Neustadt fortzusetzen. Aus sportlicher Sicht war man allerdings gewarnt, immerhin hatte der Aufsteiger 2010 u.a. gegen Rapid gewonnen und auch in Salzburg verdient gepunktet. Es war also klar dass uns mit dem Söldner-Trupp aus dem Hause Stronach ein unangenehmer Gegner erwarten würde. Zudem spuckte Trainer Schöttel im Vorfeld große Töne, nach dem Motto wir hätten bis dato ohnedies nur gegen mehr oder weniger Bloßfüßige gewonnen.

Wieder machten sich einige Busse von Graz und der restlichen Steiermark auf den Weg nach Niederösterreich um die Truppe zu unterstützen. Die Fahrt verging schnell und kurzweilig. In Neustadt war dann eine ordentliche Anzahl an Schwarz-Weißen anwesend, welche sich auf die zwei Gästekäfige mit den überproportionalen Zäunen unter dem TV-Turm verteilten, weiters waren auch einige Sturmfans auf der Gegentribüne auszumachen. Nachdem die Zaunfahnen montiert waren stellte man stimmlich gleich mal klar, dass es sich heute hier um ein akustisches Heimspiel für unsere Burschen handeln würde, was aufgrund der quasi nicht vorhandenen Gegnerschaft wenig verwundert. Die Neustädter brachten nicht einmal ihren fahrbaren Fanblock-Container voll, außer einpaar Fahnen war da nix auszumachen.

Gehör konnten sie sich so selbstverständlich nie verschaffen. Auf unserer Seite gab es zu Beginn Bengalisches zu bewundern, am Zaun prangte der bekannte Banner. Der Protest gegen das Pyro-Gesetz (Achtung: demnächst gibt’s die Pro-Pyro-Shirts zu erwerben!) geht also weiter. Die dabei geschwungenen Fahnen und DHs ergaben ein schönes dichtes Bild, nur die neongelben Herren an der Outlinie, die uns stets im Blick behielten, schauten grantig drein. Gesanglich wurde dann relativ geschlossen gut losgelegt.

Aus sportlicher Sicht tat sich zunächst wenig bis gar nichts. Sturm war aufgrund der spielerischen Mittel zwar feldüberlegen und kontrollierte die Niederösterreichische Werkself, zählbare Offensivaktionen kamen allerdings nicht zustande. Die Gastgeber waren vordergründig aufs zerstören der Kreise von Jantscher und Hölzl auf den Außenbahnen aus. Trotzdem waren sie es, die die erste gute Möglichkeit vorfanden. Ein Heber über Gratzei hüpfte schließlich auch übers Gehäuse.

Glück gehabt. Im Block war man derweil bemüht dem Spiel den akustischen Rahmen so gut es ging zu vermitteln, was großteils passabel gelang, hin und wieder gabs aber auch bei uns kleinere Leerläufe und es war nur der Kernbereich aktiv am Support beteiligt. Es waren heute auch einige dabei, die sonst in der Kurve nicht zugegen sind und sich aufs „zuschauen“ und rumdeuten beschränkten. Unsere Jungs am Rasen kamen in dieser ersten Hälfte gerade mal zu zwei Halbchancen, wobei einmal Prawda zu kurz kam und einmal Jantscher, einmal mehr auffälligster Akteur, am Keeper Fornezzi scheiterte. Über weite Strecken wohnte man einem ziemlichen Unkick bei, die Fehlpassquote verteilte sich bei beiden Teams enorm und so ging es torlos in die Kabinen. Pausentee. In Wiener Neustadt gibt’s da übrigens den der Firma „Teekanne“. Ja, solche Dinge merkte man sich aufgrund der sportlichen Fadesse am Rasen.

Halbzeit zwei wurde optisch wieder schön eingeläutet. Gesungen wurde nun wieder besser, durchgehender und motivierter. Beim „gemma, gemma, gemma“ waren beide Blöcke gut mit von der Partie. Auch auf dem Spielfeld tat sich nun wieder mehr. Nach etwa einer Stunde, das Kräfteverhältnis zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen, fand Sturm endlich die erste echte Topchance vor: schnelle Kombination zwischen Hölzl, Haas und Jaki, letztgenannter suchte allerdings zu spät den Abschluss und setzte die Kugel knapp am Tor vorbei. Im Gegenzug machten nun aber auch die Gastgeber mehr Dampf. Vor allem der „böse Wolf vom Strassganger Bad (Vorsicht Insider!)“ kam zweimal gefährlich vor Gratzei’s Tor, der Keeper blieb einmal selbst Sieger, beim zweiten Versuch klärte Schildenfeld.

Nach mehr als einer Stunde dezimierten sich die Neustädter selber: klares Rot-Foul von Klapf an Hölzl. Stimmung kam nun mehr auf, so mancher schien motivierter und so stieg auch der Lärmpegel im Block. Ein Mann mehr, zudem kam jetzt Mura aufs Feld, nun sollte dieses wichtige Tor für uns doch fallen! Allerdings kämpften die 10 Gastgeber naturgemäß noch mehr als die 11 Mann von vorhin. In letzter Not konnte Sonnleitner eine Chance vereiteln, fabrizierte dabei aber beinahe ein Eigentor. Torjubel kam dann 15 Minuten vor Schluss doch noch auf, allerdings nur kurz.

Lavric-Goal hatte aus Abseitsposition getroffen. Der eingewechselte Kienast sollte dann noch für Dampf sorgen, setzte seinen Körper auch gut ein, wurde bei einem Schussversuch allerdings abgeblockt. Der schwarz-weiße Anhang dehnte die Stimmbänder nun im Finish noch einmal ordentlich und stellte klar dass man dieses Spiel hier noch gewinnen wollte. Doch außer einem Schuss von Comebacker Salmutter kam nichts mehr zustande.

Da die Gastgeber mit dem Remis zufrieden waren, blieb es beim torlosen Remis. Schade, aber vielmehr war heute auch nicht drin, zu zerfahren war die Partie über weite Strecken. Man verabschiedete die Mannschaft noch und dann ging es zurück in die Busse die uns wieder retour in die schönste Stadt auf Erden bringen sollten. In GrazVI genoss man zu später Stunde noch einen McFlurry und dann ging’s in die heimischen vier Wände. Was nimmt man mit? Die Firma „Teekanne“ macht gut-aromatisierte Heißgetränke und unsere Jungs blieben zumindest unbesiegt.

Jetzt steht am Samstag der ewig junge Schlager gegen Rapid an. Eine volle Hütte dürfte garantiert sein. Aus voller Kehle gilt es dann den Hütteldorfern auf den Rängen die Grenzen aufzuzeigen. Ein wegweisendes Spiel steht vor der Tür, jeder ist aufgerufen das seinige dazu beizutragen „die“ Rapid in all ihrer phantasierten Magie in die Schranken zu weisen!
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