districtsix Administrator

Anmeldedatum: 05.07.2007 Beiträge: 320
|
Verfasst am: 25.03.2010, 14:42 Titel: 26. Runde: Red Bull - Sturm Graz 24.3.2010 |
|
|
Red Bull – SK Sturm
24. 3. 2010
26. Runde
3 : 0
“Der Fluch, Episode 10”. In der Bullendisco bleiben unsere Jungs weiterhin ohne Chance. Mehr ist zu dieser Partie eigentlich nicht zu sagen.
Letzter Sieg im Juli 2002, damals noch in Lehen, letzter Punkt im April 2004, damals noch gegen die Austria. Seit der Ära Red Bull in 10 Spielen nicht ein einziger Punkt. Die Statistik was unsere Auftritte bei der dunklen Seite der Macht angeht ließt sich wie eine Horrorstory. Daher war es kaum verwunderlich dass sich viele sportlich nicht die größten Sprünge erträumten die es im Fußball zu erreichen gilt, sprich endlich einen Sieg oder zumindest ein wichtiger Punkt im Kampf um die EC-Tickets. Immerhin hatte Rapid einen Tag zuvor vorgelegt.
An diesem wunderbar warmen Frühlingsnachmittag machten sich wie immer einige Gefährte aus der Landeshauptstadt auf um unseren Jungs in der Lichteventarena beizustehen, genauso wie das eine oder andere Vehikel aus dem Um- bzw. Obersteirischen Land. In Summe füllten einige Stunden später um die 350 Sturmfans den einen Gästeblock der uns diesmal mit noch mehr und noch dichteren Netzten empfing als zuletzt.
Zu Beginn wurden die mitgebrachten, und gut kontrollierten, Tifo-Materialien ausgepackt, allerdings waren es diesmal nicht wirklich viele. Der Bullenblock, der sich jetzt mit einer komplett versitzschalten Kurve anfreunden darf, zeigten ihr übliches rot-blau-weiß-silber-violett-und was weiß Gott noch alles Zeugs mit vielen Simpsons-Figuren und ähnlichen Kreativerrungenschaften. Die restliche Kundschaft beschränkte sich aufs nervige rumklappern mit ihren ausgeteilten Sponsoren-Spielzeugen.
Gesanglich setzte man gleich die ersten starken Duftmarken, um den Bullen zu zeigen wie ein ordentlicher Support auszusehen hat. Selbst konnten sich bei denen eigentlich nur die drei fülligen Herren an den Trommeln hin und wieder bemerkbar machen.
Was sich am Kunstgrün tat, der heute zum letzten Mal die Bänder der Blackies gefährdete, kann leider schnell erzählt werden. Die Gäste, ohne Janko, waren zwar feldüberlegen kamen jedoch kaum zu nennenswerten Chancen in der Offensive.
Kontrolliert haben sie die Partie leider trotzdem und so taten sich unsere Burschen schwer sich zu entfalten. Ein Schuss von Hölzl, dann einer von Jantscher, mehr kam nicht zustande. „Gemma, gemma, gemma“ halte es aus dem schwarz-weißen Eck, die stimmliche Leistung ging großteils in den ersten 45 Minuten ok, man dominierte auf den Rängen. Immerhin irgendwo, denn nach 25 Minuten sollte das Schicksal einmal mehr seinen gewohnten Lauf nehmen, wenn Sturm in Salzburg antritt. Cziommer besorgte aus Abseitsposition die Führung für die Gastgeber, nachdem sich unsere Hinterleute etwas ungeschickt anstellten. Wenn der Teufel Junge kriegt, dann immer gleich mehrere.
So stand es nämlich wenig später bereits 2:0, Torschütze ausgerechnet unser Liebling Wallner der eine ähnliche Aktion wie zuvor abschloss. Wieder hatten Gordon und Co. nicht gut ausgesehen. Die Kundschaft war zufrieden und fuchtelte erregt mit dem Klapperspielzeug herum. Dass bei uns jetzt die Luft raus war, erklärt sich von selbst. Vor allem im oberen Teil des Blocks ging nicht mehr viel, trotz Bemühungen im Vorderbereich reichte es nun zu keinem AW-Support mehr, wie man ihn sich vorstellt. Es war mehr Frust als Lust drinnen. Unsere Jungs konnten zu einer Verbesserung der Stimmung auch nichts beitragen. Schnelle Kombinationen über die Flanken fanden keine Abnehmer, ein Schuss vom fleißigen Prawda landete an der Lattenoberkannte. Mit dem 2:0 der Konzernsöldner ging es in die Kabinen.
Und exakt wie bei den zwei letzten Besuchen in Salzburg dauerte es auch diesmal nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff, bis es in unserem Gehäuse das nächste Mal klingeln sollte. Wieder traf ein Ex-Schwarzer der seine Seele an den Teufel verkauft hat. Leitgeb’s Weitschuss musste vom sonst starken Gratzei aus dem Netz geholt werden. Die Sache war gegessen, wieder einmal. Trotzdem lies man sich jetzt im Sektor nicht komplett gehen, und sang trotz allem weiter. Scheissegal-Support wenn man so will.
Und der war über manche Strecken gar nicht mal so schlecht, wie es der Spielstand hätte vermuten lassen können. Die ein oder andere Nettigkeit in Richtung RedBull oder Wallner gab man auch noch zum besten und lauter als die Kommerzler war man allemal. Und fast hätte man sich gar über ein Tor freuen dürfen. Allerdings scheiterte Lavric vom 11er-Punkt an Gustaffson. Fast logisch, dass auch dem slowenischen Bomber heute nichts gelang. War aber auch schon egal. Unsere Mannschaft hatte dem Meister heute nicht wirklich was entgegenzusetzen, war praktisch stets im Hintertreffen. Leider agierte man zu mutlos und kam so auch nicht mehr zu weiteren Möglichkeiten. Da auch die Gastgeber mit dem 3:0 zufrieden waren, blieb es bei selbigem Resultat.
So hieß es ohne Punkte die Fahrzeuge zu besteigen die uns entspannt nach Graz zurückbringen sollten. Da die Austria siegte hat sich der Abstand zu Rang 3 wieder vergrößert. Aus diesem Grund kann es beim „Derby“ in Kapfenberg auch nur das Motto „Sieg“ geben. Sorgen wir gemeinsam für einen starken Auftritt bei Gregerl und seinen super-optimistischen Falken und machen wir das Spiel erneut zur Heim-Partie auf fremdem Untergrund! |
|