districtsix Administrator

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Verfasst am: 14.05.2010, 12:25 Titel: 36.Runde: SK Sturm Graz - Red Bull 13.5.2010 |
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SK Sturm – Red Bull
36.Runde
13. 5. 2010
0 : 2
Das Vorspiel zum Hit am Sonntag ging verloren, die Bullen sind Meister. Unsere Aufmerksamkeit gilt trotzdem nur dem Spiel der Spiele.
Die letzte Runde in dieser Saison hat unseren SK Sturm also zum Zünglein an der Waage werden lassen was den Titelkampf angeht. Nachdem es letzten Sonntag durch den Sieg der Veilchen in Salzburg noch einmal spannend wurde, waren die Bullen heute zum Siegen verdammt, wollten sie den sicher geglaubten Titel nicht doch noch verspielen. Am Rande hatte sogar Rapid noch Chancen Erster zu werden, wofür allerdings die beiden Rivalen patzen hätte müssen. Für unsere Jungs ging es ja schon länger um nichts mehr, weshalb sich die Vorreiter in Sachen Objektivität und sportlicher Fairness aus der Hauptstadt dazu bewogen sahen, eine eventuelle B-Truppe der Schwarz-Weißen befürchten zu müssen. Immerhin steht unser Spiel des Jahres ja noch vor der Türe.
In der Hauptstadt zitterte man davor dass Trainer Foda die meisten Leistungsträger schonen würde – was sein gutes Recht gewesen wäre, denn was gäbe es perverseres als ausgerechnet einen Wiener Mitstreiter nach all den Vorkommnissen in der ablaufenden Saison zu Meisterehren zu verhelfen?
Ein ausverkauftes Liebenauer Stadion hoffte jedenfalls auf einen positiven Saisonabschluss nach einem sehr erfolgreichen Jahr zwischen Liga, Cup und Europa League. Foda gab schließlich Leuten wie Jantscher und Lavric eine Pause, die aufgebotene Truppe war aber alle Mal als solche einzustufen, als dass sie den Bullen Paroli bieten könnte. Die Sorgen aus Wien waren also unbegründet...Aus Salzburg waren um die 2000 Brause-Konsumenten mitgekommen – ein noch nie dagewesener Rekord für deren mickrige Verhältnisse. Zu Beginn zeigten sie – wohl gesponserte – Fähnchen. Wir präsentierten die Schals, sowie stoffliche Elemente in allerlei Größen.
Gesanglich legte man wirklich recht gut los, die Motivation bei den Leuten war auf alle Fälle gegeben. Beim „Finale, oho!“ war sowieso jeder voll dabei und man verspürte schon ein wenig Vorfreude auf Sonntag, wenn dieser und ähnliche Gesänge aus (hoffentlich wirklich) 23000 schwarz-weißen Kehlen ertönt. Am Spielfeld tat sich auch gleich nach wenigen Minuten war aufregendes: Haas scheiterte bei einer Doppelchance an Keeper Arzberger.
Jaja, wenn der mal reingegangen wäre...es wäre sicherlich wesentlich interessanter geworden als sich die Partie dann tatsächlich entwickelte. Denn von nun an nahmen die Gäste das Heft mehr und mehr in die Hand. Aus einem Gestocher im Strafraum, wobei unsere Defensive nicht gut aussah, resultierte das 0:1 für die Bullen.
Die feierten ihrerseits im Sektor ab und sollten nur wenige Minuten später gleich weitere Jubelchöre anstimmen dürfen. Taktisches Foul von Ferdl an unseren „Freund Nr.1“ Leitgeb, „Freund Nr.2“ Wallner tritt an – und Gratzei haut sich die Kugel ins eigene Netz. Damit war die Sache nach knapp einer Viertelstunde eigentlich schon gelaufen. Die Bullen hatten früh für einen Ruhepolster gesorgt, unsere Jungs waren zwar bemüht, allerdings über manche Strecken doch etwas ungenau was Abspiel etc. angeht. Die Partie plätscherte in weiterer Folge so dahin, war zwischenzeitlich nicht zum anschauen.
Auf der Nord gab es auch die eine oder andere verdiente Standpauke da zu viele zwischenzeitlich aufs Singen vergaßen und den Kommerzlern die Akustik im eigenen Stadion überließen. Das konnte nicht angehen und daher war dann beim Intonieren zweier neuer Lieder wieder einiges mehr los. Unsere Elf konnte sich leider keine Chancen mehr im ersten Durchgang rausspielen und so ging man in die letzte Halbzeitpause dieser Saison mit einem Zwei-Tore-Rückstand.
Halbzeit zwei bot vom spielerischen Niveau her dann noch weniger. Die Bullen fühlten sich wohl in ihrer Rinderhaut, waren wenig ambitioniert den Vorsprung auszubauen. Die Blackies ihrerseits verschenkten weiter zu viele Bälle schon im Mittelfeld und kamen so nie wirklich gefährlich vor das gegnerische Gehäuse, bzw. Stall im jenem Falle. Man muss schon anmerken dass sich mancher nicht zu wundern braucht warum für ihn in der ersten Mannschaft so selten ein Startplatz frei wird.
Stimmungstechnisch gab es Hochs und Tiefs, wobei es am lautesten wurde, als es galt Legende Ivan Osim herzlich in seinem Stadion zu begrüßen. Und die neuen Lieder waren es, die, wie gesagt, für nette Klangwolken sorgten. Kurz vor Schluss hatte es Hlinka dann auf dem Kopf, es noch einmal etwas spannend zu machen. Doch der Slowake, der uns leider gen Verteilerkreis verlassen wird, vergab. Wäre in der Schlussphase noch ein Tor gelungen, wer weiß wie nervös die Gäste geworden wären.
So aber blieb es beim 0:2 und als die Ordner alles für die Meisterfeier der Bullen aufbauten, ließen es sich auch einige Grazer nicht nehmen „zu gratulieren“. Überhaupt solle man doch bitte die „Meisterehrung“ genießen, wie es einem der Platzsprecher ans Herz legte...
Traurig war es schon anzusehen wie der Teller gen Grazer Abendhimmel gereckt wurde – in den falschen Händen. Hätte uns einer vor der Saison gesagt dass das Teil in der letzten Runde hier seinen Auftritt hat, es wäre wohl mancher in Träumereien verfallen. So aber blicken wir von Rang 4 aus auf eine spannende, für uns sehr erfolgreiche, Saison zurück, die den SK Sturm endlich wieder dorthin führte wo er hingehört: „Die Schwoazn in Europa!“
Damit wir diesen Klassiker auch in der kommenden Saison anstimmen können, ist ein Sieg am Sonntag im Spiel der Spiele vonnöten. Jeder der noch keine Karte hat sollte sich tummeln – er könnte die größte Stunde der Schwarz-Weißen seit langer Zeit erleben! Danken wir es unserer Mannschaft mit einer noch nie gesehenen Völkerwanderung über die Pack, für eine super Saison die uns noch allen lange in Erinnerung bleiben wird. |
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