districtsix Administrator

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Verfasst am: 12.07.2010, 15:20 Titel: “Saisoneröffnungsspiel”: Sk Sturm Graz - Blackburn Rovers FC |
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Sk Sturm Graz - Blackburn Rovers FC
10. 07. 2010
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Sommerkick. Bei drückenden Temperaturen zeigte unsere “neue” Elf gegen den britischen Mittelständler eine ansehnliche Leistung. Ein Sieg wäre verdient gewesen.
Samstagnachmittag im Juli, 33 Grad im Schatten – was gibt es da schöneres als auf den Fußballplatz zu gehen? Eben. Am Tag vor dem WM-Finale bat unser SK Sturm zu einem sogenannten Saisoneröffnungsspiel ganz ohne Vuvuzela-Getöse. Als Gast gaben sich die Blackburn Rovers die Ehre, die hierzulande ihre Vorbereitung abhielten. Es galt also unserer „neuen“ Truppe auf die Beine zu schauen. Über den Sommer hatte man ja einmal mehr bittere Abgänge hinnehmen müssen, verstärkt hat man sich, Zitat, „punktuell“.
Für Schlagzeilen positiver Art sorgte die Heimholung von Szabics der nach sieben dunklen Jahren in „Schland“ wieder zu seinem, erneut Zitat, „Herzensverein“ heimkehrte. Der Ungar ist so sympathisch geblieben wie er war, wovon sich der Schreiber dieser Zeilen bei einem SturmEcho-Interview (nächste Ausgabe demnächst erhältlich) selbst ein Bild machen konnte.
An diesem heißen Badetag begaben sich schließlich 3500 Schwarz-Weiße nach Liebenau. Man hatte sich zwar nicht viel erwartet, ein bisserl mehr hätte es dann aber schon sein dürfen. Auch die Nord war äußerst dünn besiedelt, die meisten verfolgten die Partie dann auch sitzend, nur wenige Unentwegte bewiesen Steher-Qualitäten erster Güte. Von der Insel kamen gezählte 21 Leute mit nach Graz, die nicht weiter auffielen.
Unsere Jungs, heute in der neuen Arbeitsmontur zu bewundern, waren von Anfang an jenes Team das mehr fürs Spiel tat.
Obwohl, eines kann man gleich vorwegnehmen: es sollte heute nicht viel mehr herauskommen als ein langatmiger Badkick. Im ersten Durchgang testeten einmal Kienzl und einmal Imre den Team-Torhüter Robinson. Dialog am Rande: „Oida, de hom an Nationaltormann drin!“ – „Jo, oba an englischn...!“ Hier konnte sich der Keeper aber zweimal auszeichnen. Generell agierten die Blackies viel über die Außen, Hölzl war sehr bemüht und sorgte immer wieder für Akzente.
Von den Briten kam so gut wie nichts. Ihr afrikanischer Dreiersturm war bei unserer Hintermannschaft bestens aufgehoben und nur einmal wurde Gratzei getestet, als er kurz vor der Pause einen Drehschuss parierte. Torlos ging es in die Kabinen. Selbst überbrückte man die Pause, sowie den Großteil des Sommerkicks, damit, sich rege auszutauschen: Urlaubsplanung, Transfergerüchte, WM-Finale und David Hasselhoff waren die Inhalte loser Sommerplaudereien auf den Rängen der Nord. Gesungen wurde nur hin und wieder ein wenig, damit man nicht ganz einschläft. Wenigstens befanden wir uns, im Gegensatz zu den Briten, im Schattigen. Nicht auszudenken wenn sich die Hautfarbe plötzlich rot - ausgerechnet rot – färben würde.
Halbzeit zwei bot fußballerisch dann einiges mehr. Sturm machte Druck auf die Rovers, von denen bis auf Diouff keiner der Namhaften spielte. Bastürk blieb draußen, Salgado drehte nur seine Aufwärmrunden. Es ergaben sich in den zweiten 45 Minuten tatsächlich einige gute Chancen für die Blackies. Erst traf Hölzl die Latte, später musste der neue Tormann gegen Szabics zweimal in höchster Not retten. Unser neuer alter Stürmer hätte heute ruhig zumindest einmal netzen können. Generell war er der agilste in der Offensive und immer anspielbar. Auch Kienzl stach positiv heraus. Im Großen und Ganzen machte die Mannschaft einen recht gefestigten Eindruck, woraus resultierte dass die Rovers auch im zweiten Durchgang erst kurz vor Schluss zu einer einzigen Topchance kamen. Erneut blieb aber Gratzei Sieger. Kurz vor Schluss setzte der eingewechselte Haas noch einen satten Kopfball ans lange Eck, doch auch hier konnte sich der Schlussmann auszeichnen. In den letzten 10 Minuten wurde übrigens dann doch noch ein wenig lauter der ein oder andere Kurven-Schlager intoniert und beklatscht, ehe man sich auf den Heimweg machte. Remis gegen einen englischen Mittelklasseklub – achtbare Leistung, darauf lässt sich aufbauen.
Hoffentlich schon in einer Woche. Da steht zum Saisonauftakt die schwere Partie im Innviertel am Programm. Mit vielen Mitreisenden sollen dort die ersten Punkte eingefahren werden. Also: auf nach Ried! |
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